Leserstimmen

Zwei Monate ist es nun her, dass ich mein Buch herausgebracht habe. Einfach so. Ich schreibe gerne, ich habe ein Buch geschrieben, das ich selber mag, ich hege keinerlei kommerzielle Absichten – und jetzt das: Auch ohne jegliche Werbung – wenn man von diesem Blog und der Facebookseite absieht – ist das Buch erstaunlich gefragt, ich bekomme Zuschriften, und offenbar gefällt die Geschichte nicht nur mir. 🙂 Zeit für eine Zwischenbilanz.

Cover "Darling, wir sind hier im Ritz!"

Cover „Darling, wir sind hier im Ritz!“

Hier ein paar Leserstimmen, aus Amazon-Bewertungen und aus Mails, die mich erreicht haben:

„Der Autorin gelingt es spielend, die Charaktere, Orte und Begebenheiten in ihrem Buch präzise zu beschrieben – es macht einfach Spaß, sich die einzelnen Situationen vorzustellen.“

„Gestern angefangen mit dem Lesen, heute fertig! Toll und spannend geschrieben, dass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte (ist mir schon länger nicht passiert).“

„Herrliche Wochenend-Faulenz-Schmacht-Lektüre, an einem Tag weggeschmökert!“

„Diese Geschichte ist nicht einfach nur spannend geschrieben, sie ist voller Überraschungen, Emotionen und man kann nicht mehr aufhören zu lesen, da man einfach wissen muss, was als nächstes passiert. Einfach eine geniale Story!“

„Es ist echt Klasse!! Obwohl Liebesromane eigentlich gar nicht meins sind, habe ich das Buch förmlich „aufgefressen“. Ich brauche eine Fortsetzung!“

„Die Story nimmt einen gefangen und lässt einen bis zum Schluss nicht mehr los, man muss einfach bis zum Ende weiterlesen. Eine wirklich bezaubernde Liebesgeschichte mit noch viel mehr Drumherum, ich bin total begeistert und kann nur sagen: Das schreit nach einer Fortsetzung!“

Was die Fortsetzung angeht, so ist tatsächlich eine geplant und bereits in Vorbereitung. Geübte Leser meines Blogs wissen, dass ich den Text, der ursprünglich EIN Buch werden sollte, kurzentschlossen geteilt hatte („Ganz schön aufregend„). Der zweite Teil wird nun die Fortsetzung. Ich muss einiges ändern, damit auch Leser, die den ersten Band nicht kennen, damit zurechtkommen, und ich arbeite fleißig daran. Als Erscheinungsdatum ist September oder Oktober geplant.

Und noch etwas: ich würde mich sehr über weitere Leserstimmen auf Amazon freuen! 🙂

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Kapitel 12 – Ritz Carlton, Potsdamer Platz

In die Hotelbar vom Ritz Carlton zu gehen, gehört mittlerweile bei jedem Berlin-Besuch zum Standard. Nun ja, wenigstens einmal, denn die dortigen Preise erlauben weder große Besäufnisse noch die Mutation zum Stammgast, ohne arm zu werden. Trotzdem – die Bar hat Atmosphäre, ist kuschelig und gemütlich, und die Beschreibung in diesem Kapitel entspricht weitestgehend den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort, dem sogenannten „Curtain Club„. In den letzten Jahren hat sich allerdings ein Wandel vollzogen: die ganz Großen steigen hier inzwischen nicht mehr ab, die sind vermutlich eher im neuen „Waldorf Astoria“ zu finden…

 

Auszug aus Kapitel 12:

Kitty war nicht zum ersten Mal in einem Fünf-Sterne-Hotel, aber bisher bestenfalls, um zu arbeiten. Üppigkeit und Ambiente, das sie bisher immer nur von weitem bewundert hatte. Nun war sie plötzlich Teil davon, als willkommener und hofierter Gast. Gian steuerte auf den hinteren Teil des Eingangsbereichs zu, der mit schweren Vorhängen die Hotel-Bar von der Eingangshalle abschirmte. Stimmengewirr, und von irgendwoher erklang leise Klaviermusik. „Geht schon vor“, sagte Juan zu Kitty und Karolin, „ich muss kurz etwas erledigen.“
„Komm schon“, sagte Karolin und zog Kitty mit. Kitty sah sich um, Juan stand an der Rezeption und sprach mit dem Portier, der sich etwas notierte.
An der Bartheke herrschte beträchtlicher Lärm. James stritt sich gerade mit François herum. „Das kommt überhaupt nicht in Frage!“
„Was ist denn los?“, fragte Gian. Brad saß auf einem Barhocker in der Nähe des Zapfhahns, hatte sich bereits einen großen Schluck Bier genehmigt und wischte sich den Schaum von der Oberlippe. „Fans“, sagte er gelassen und zeigte mit dem Daumen über die Schulter. Kitty sah sich um. An einem der kleinen Tische mit den Plüschsesseln hinter ihnen war es plötzlich still geworden. Es saßen ausnahmslos Frauen dort, die jetzt alle die Köpfe zu ihnen herumgedreht hatten. Hier und da hörte man zwischen der Klaviermusik leises Tuscheln. Juan kam von der Rezeption zurück und machte ein sehr zufriedenes Gesicht. Er sah sie reihum fragend an. „Was ist los?“ Brad trank gerade den nächsten Schluck Bier und zeigte wieder mit dem Daumen hinter sich. Juan musterte die Frauen an den Tischen, von denen einige die Köpfe zusammensteckten und so taten, als würden sie die Gruppe an der Bar gar nicht beachten. „Ich hab schon gesehen“, grinste Juan. Kitty staunte. „Die sitzen in eurem Hotel und hoffen, dass ihr euch mit ihnen anfreundet?“
„Yep“, bestätigte Gian.
„François will eine davon hierhin holen“, sagte James verärgert. „Aber ich kenne sie!“, sagte François und zeigte auf eine junge Frau mit langen blonden Haaren, „wir haben sie in Köln in der Hotelbar getroffen, ich habe ihr meine Handynummer gegeben.“
„Du hast was?!?“, fragte Brad alarmiert und knallte sein leeres Bierglas auf die Theke. „Ist doch egal“, sagte François trotzig, dann deutete er mit dem Kopf zu der Gruppe hinüber, „seht mal, die scheinen Streit zu haben.“ Er sah mitleidig zu der jungen Frau hinüber. Sie saß ein wenig abseits von den anderen und begann verlegen in ihrer Handtasche zu kramen, als sie François in ihre Richtung starren sah. „François, warte!“, rief James, aber François hatte sich schon in Bewegung gesetzt, ging zu ihr hinüber, sprach kurz mit ihr, nahm sie bei der Hand und brachte sie mit an die Bar. Sie hatte vor Aufregung einen hochroten Kopf. „Das ist Steffi“, stellte François sie vor, und sie rückten näher zusammen, um für Steffi Platz zu machen. Juan nutzte die Gelegenheit, den Arm um Kittys Schultern zu legen und sie enger an sich zu ziehen. Kitty lächelte. Es war ein schönes Gefühl, ihn so nahe zu wissen. Kitty musterte die junge Frau, die verlegen von einem Fuß auf den anderen trat und nicht recht wusste, wohin sie sehen sollte. „Was möchtest du trinken, Steffi?“, fragte sie aufmunternd und lächelte sie an. „Ganz egal“, stotterte Steffi und nestelte nervös mit ihrer Handtasche, „irgendetwas …“
„Weißwein?“
„Gerne.“
Juan gab dem Barkeeper bereits ein Zeichen und drehte den Kopf zu Kitty um. „Du auch einen?“, fragte er, und als sie nickte, hielt er zwei Finger hoch. Brad kippte das nächste Bier in einem Zug hinunter, linste zu Steffi hinüber und schüttelte den Kopf. „François ist ein Idiot“, sagte er halblaut zu Juan, „ein Fan. Die Büchse der Pandora. Hoffentlich geht das gut.“

Kapitel 6 – Unsanftes Wecken

Juan ist verschwunden. Das einzige, was seine drei Kollegen wissen ist, dass er in der Nacht in Begleitung einer rothaarigen Frau gesehen wurde und offenbar nicht ganz bei sich war, womöglich unter Drogen oder sinnlos betrunken. Gian, François und James überlegen fieberhaft, was sie tun sollen.

Der Portier nickte eifrig. Offenbar war er froh, endlich eine gesicherte Auskunft geben zu können. „Drüben am Hauptbahnhof ist der Hauptstandplatz der Kölner Taxis hier in der Innenstadt. Wenn Sie ein Foto von Ihrem Kollegen mitnehmen, wird sich bestimmt herausfinden lassen, ob er in der Nacht in einem Taxi unterwegs war.“

Und schon stürmen die drei los und befragen die Taxifahrer …

Excelsior

Das „Excelsior“ in Köln und das schon erwähnte „Dom-Hotel“ sind die Luxusherbergen, die dem Kölner Dom am nächsten liegen. Am „Excelsior“ komme ich fast jeden Morgen vorbei, und nicht selten stehen Luxuskarossen aller Art davor, und manchmal sichtet man auch einen Promi…

In „Darling, wir sind hier im Ritz!“ kehren dort die Sänger von Con Pasion nach dem Konzert in der Piano-Bar ein, und dort lernen sich Juan und Kitty kennen (Kapitel 4).

Das Lokal Scampi, in dem sich Kitty und Karolin verabredet haben, ist am Wallrafplatz und wirklich nur ein paar Schritte vom „Excelsior“ entfernt über die Straße. In Wirklichkeit heißt es Campi, oder besser: es hieß bis vor kurzem so, denn es wird gerade umgebaut (Stand: Mai 2013) und soll demnächst unter neuem Namen wiedereröffnen, vermutlich heißt es dann Im Funkhaus. Und dieser Name trifft es auch besser, denn das Lokal befindet sich wirklich im Erdgeschoss des WDR-Funkhauses (ohne Zugang zum Hauptgebäude natürlich) und war ganz früher die Kantine der Mitarbeiter, bis sie zu klein wurde.

Mit Leidenschaft

Kapitel 2: „Juan Torres Delgado hob das Mikrofon an die Lippen und sah aus dem Augenwinkel, dass James Taylor, François Zambaire und Gian Züggli neben ihm die gleiche Bewegung machten, so wie sie es einstudiert hatten. Und obwohl sie alle vier gemeinsam sangen, trug vor allem seine Baritonstimme das fulminante Ende von ,Adagio‘, wie so oft. Es war der Höhepunkt jedes Konzerts. Überall auf ihrer Welttournee, ob in den USA, in Europa oder in Asien, gab es anschließend stehende Ovationen.
„Vivere in te!“, schmetterte Juan, zwei lange Takte auf dem ,e‘ und dann noch anderthalb Takte auf dem ,fis‘, und er hatte immer noch Reserven. Er brachte seine Kollegen regelmäßig zur Verzweiflung.
Juan schickte den letzten Ton mit aller Kraft bis unter die Hallendecke, und auf die Sekunde genau erloschen die Scheinwerfer. Die wochenlangen Proben vor der Tournee hatten sich gelohnt, und die Wirkung war phänomenal. In der stockdunklen Halle brachen nach einigen Sekunden ergriffenen Schweigens Begeisterungsstürme aus. Die Schein-werfer flammten wieder auf. Das Quartett Con Pasion hatte sich inzwischen formiert, verbeugte sich und nahm lächelnd die Ovationen entgegen.
Juan ließ seinen Blick über die Sitze in der ersten Reihe gleiten, seine Augen blieben an einer wunderschönen Frau hängen. Wie in der Applausordnung festgelegt, traten sie alle vier gleichzeitig einen Schritt nach vorne, um wieder im Scheinwerferkegel zu stehen. Juan achtete nicht auf seine Schritte, er sah nur auf die Frau, die nun unmittelbar vor ihm saß. Ihr Gesicht erschien ihm seltsam verschwommen, aber die Haarfarbe konnte er genau erkennen, ein dunkles, kupferfarbenes Rot. Eine faszinierende Farbe. Juan stolperte, versuchte sich noch an James festzuhalten, der grinste ihn durchtrieben an, verpasste ihm einen Rippenstoß – und dann fiel Juan von der Bühne. “

Juan Torres Delgado

Juan Torres im Dom-Hotel, Köln

„Im ‚Dom-Hotel’ inspizierte Juan kurz sein Zimmer. Der Ausblick war phänomenal. Er trat an das bodentiefe Fenster.  Direkt vor dem Hotel sah er die eindrucksvolle Gotik-Fassade des Kölner Doms. (…) Juan bückte sich ein wenig und verdrehte den Kopf, um die Spitzen der Türme sehen zu können. Sein Blick wanderte über die feinziselierte gotische Fassade nach unten. Auf dem Platz vor dem Hauptportal des Doms waren viele Menschen unterwegs, Straßenmaler, Kleinkünstler, Musiker, Touristen. Und auf der gegenüberliegenden Seite vom Dom sah er ein weiteres Luxus-Hotel, das Excelsior.“

dom-hotel