Mit Leidenschaft

Kapitel 2: „Juan Torres Delgado hob das Mikrofon an die Lippen und sah aus dem Augenwinkel, dass James Taylor, François Zambaire und Gian Züggli neben ihm die gleiche Bewegung machten, so wie sie es einstudiert hatten. Und obwohl sie alle vier gemeinsam sangen, trug vor allem seine Baritonstimme das fulminante Ende von ,Adagio‘, wie so oft. Es war der Höhepunkt jedes Konzerts. Überall auf ihrer Welttournee, ob in den USA, in Europa oder in Asien, gab es anschließend stehende Ovationen.
„Vivere in te!“, schmetterte Juan, zwei lange Takte auf dem ,e‘ und dann noch anderthalb Takte auf dem ,fis‘, und er hatte immer noch Reserven. Er brachte seine Kollegen regelmäßig zur Verzweiflung.
Juan schickte den letzten Ton mit aller Kraft bis unter die Hallendecke, und auf die Sekunde genau erloschen die Scheinwerfer. Die wochenlangen Proben vor der Tournee hatten sich gelohnt, und die Wirkung war phänomenal. In der stockdunklen Halle brachen nach einigen Sekunden ergriffenen Schweigens Begeisterungsstürme aus. Die Schein-werfer flammten wieder auf. Das Quartett Con Pasion hatte sich inzwischen formiert, verbeugte sich und nahm lächelnd die Ovationen entgegen.
Juan ließ seinen Blick über die Sitze in der ersten Reihe gleiten, seine Augen blieben an einer wunderschönen Frau hängen. Wie in der Applausordnung festgelegt, traten sie alle vier gleichzeitig einen Schritt nach vorne, um wieder im Scheinwerferkegel zu stehen. Juan achtete nicht auf seine Schritte, er sah nur auf die Frau, die nun unmittelbar vor ihm saß. Ihr Gesicht erschien ihm seltsam verschwommen, aber die Haarfarbe konnte er genau erkennen, ein dunkles, kupferfarbenes Rot. Eine faszinierende Farbe. Juan stolperte, versuchte sich noch an James festzuhalten, der grinste ihn durchtrieben an, verpasste ihm einen Rippenstoß – und dann fiel Juan von der Bühne. “

Juan Torres Delgado

Juan Torres im Dom-Hotel, Köln

„Im ‚Dom-Hotel’ inspizierte Juan kurz sein Zimmer. Der Ausblick war phänomenal. Er trat an das bodentiefe Fenster.  Direkt vor dem Hotel sah er die eindrucksvolle Gotik-Fassade des Kölner Doms. (…) Juan bückte sich ein wenig und verdrehte den Kopf, um die Spitzen der Türme sehen zu können. Sein Blick wanderte über die feinziselierte gotische Fassade nach unten. Auf dem Platz vor dem Hauptportal des Doms waren viele Menschen unterwegs, Straßenmaler, Kleinkünstler, Musiker, Touristen. Und auf der gegenüberliegenden Seite vom Dom sah er ein weiteres Luxus-Hotel, das Excelsior.“

dom-hotel

Kittys Arbeitsplatz…

… liegt in der Kölner Innenstadt. Wo genau, ist natürlich top secret, wir wollen ja nicht den „Stalkern“ Hinweise geben. Stellt Euch einfach vor, es ist ein Gebäude so ähnlich wie dieses hier, mit vielen Büros, vielen Fenstern, langen Fluren und kleinen Teeküchen. Aber Kittys Büro ist ja nur sehr kurz Schauplatz im Buch, es kommen noch viele weitere!

Mein Buch ist in der Welt…

… und ich bin ungeheuer stolz, dass ich das geschafft habe. „Darling, wir sind hier im Ritz!“ hat mir viel Spaß gemacht beim Schreiben. Ich glaube, ich habe jetzt anderthalb Jahre daran gesessen, dafür sind es aber zwei Bücher geworden. Der zweite Band „London, Madrid und zurück“ wird im Spätsommer herauskommen.

„Darling, wir sind hier im Ritz!“ ist bei Amazon als Taschenbuch und als Kindle-Edition erhältlich. Beim Kindle gibt es auch eine Leseprobe.

Neben Berichten über die Fortschritte des zweiten Buchs werde ich an dieser Stelle jetzt Ergänzungen zu den einzelnen Kapiteln liefern, Fotos, Erinnerungen, Beschreibungen der Schauplätze, oder auch Fragen zum Buch beantworten.

Heute ein Bild vom Kölner Dom. Wir erinnern uns, wie das erste Kapitel beginnt: Kitty kommt aus dem Hauptbahnhof in Köln heraus und muss einen Bogen schlagen um Touristen, die versuchen, sich gegenseitig vor dem berühmten Gebäude zu fotografieren. So in etwa sieht Kitty den Dom aus dieser Perspektive.

Kölner Dom

Kölner Dom

Schon einen Schritt weiter…

Das Prüfen der Druckausgabe wird am Wochenende abgeschlossen werden, und dann kann es nur noch ein paar Tage dauern, bis „Darling, wir sind hier im Ritz!“ als Taschenbuch über Amazon und als Kindle eBook erhältlich ist.

Da dieses und auch das nächste Buch „London, Madrid und zurück“ an vielen verschiedenen Schauplätzen spielen, werde ich als Ergänzung hier im Blog einige Folgen „Schauplätze“ veröffentlichen – mit Beschreibung, Fotos und warum ich diesen oder jenen ausgewählt habe.

Es wird ernst…

Mein Korrekturexemplar von Createspace ist eingetroffen, superpünktlich und superschnell. Sie arbeiten dort wirklich grandios kundenfreundlich, muss ich einfach mal sagen.

Der nächste Schritt ist der unwiderruflich letzte vor der Veröffentlichung: das gedruckte Probe-Exemplar noch einmal gründlich prüfen. Ob alles an Ort und Stelle ist. Ob sich sich doch noch ein paar verrutschte Silbentrennungen oder falsche Anführungszeichen eingeschlichen haben. Ob mir stilistisch noch etwas auffällt. Mit anderen Worten: ich lese das ganze Buch, das ich eh schon singen kann, von vorne bis hinten noch einmal gründlich durch. Vieles sieht im Buchdruck ganz anders aus als am Bildschirm und sogar als Ausdrucke auf dem Papier.

Und dann? Dann geht es los, es kann nur noch wenige Tage dauern…

Ein gutes Omen: ich traf heute zufällig den ehemaligen Kollegen, der mir als Vorlage für Hendrik gedient hat… 😉 Ich hatte ihn seit Monaten nicht mehr gesehen.

Buch von außen

Buch von außen

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