Über Namen…

Als ich noch Fan-Fiction schrieb 🙂 habe ich mir um die Namen meiner Protagonisten keine Gedanken gemacht. Die Hauptpersonen heißen halt so, wie sie im richtigen Leben heißen, und die Nebenfiguren wurden aufgefüllt mit Namen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, um dem Ganzen noch eine humoristische Note zu verleihen. Regelmäßig ist die Freude groß, wenn andere Fans – auf dem Papier – in Abenteuer oder sogar in erotische Verwicklungen geraten.

Sofern man aber vorhat, aus dem Kern der Geschichte ein Buch zu machen (weil die Handlung nämlich ein Buch hergibt), dann geht es so nicht. Die Originalnamen sollten tunlichst verändert werden („Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist rein zufällig.“), und auch die Nebenfiguren sollten Namen bekommen, die zu ihnen passen.

Aus dem Schwesternpaar Ulli und Angel hab ich kurzerhand nur eine Person gemacht, eine Ärztin in der Entwicklungshilfe, die Karolin heißt. Und siehe da: plötzlich läuft die Geschichte viel besser, es passt alles, und Karolin hat eine so große Klappe, dass ich mir gerne ein Stück davon abschneiden würde. 😉

Interessanterweise entwickelt sich aber auch einer der Protagonisten plötzlich ganz anders. Während mir zu „Seb“ nie viel eingefallen war, außer den Mann zum Deppen zu machen, hat er als „François“ plötzlich ganz andere Züge. Immer noch neurotisch, aber mit Tiefgang. Und mir fällt auch plötzlich jede Menge zu seinem Leben ein, was vorher nicht der Fall war.

Nomen est omen…

Morgens und abends zu lesen

„‚Morgens und abends zu lesen'“, sagte Kitty, „‚Der, den ich liebe/Hat mir gesagt/Dass er mich braucht. Darum/Gebe ich auf mich acht/Sehe auf meinen Weg und/Fürchte von jedem Regentropfen/dass er mich erschlagen könnte.‘ Das ist von Bertolt Brecht.“

Juan lächelte. „Das klingt gut. Also geh bei Regen nicht raus, hörst Du?“

Kitty warf einen Blick zum wolkenverhangenen Himmel, grinste kurz und wurde wieder ernst. In Juans Augen stand eine Frage, und sie wusste, wie sie sie beantworten wollte. „Ich liebe Dich auch“, sagte sie und spürte plötzlich Erleichterung, Freude und etwas, von dem sie immer gedacht hatte, so müsse sich Glück anfühlen.

Suche

„Es gibt eine Menge wichtige Dinge im Leben, die man mit Geld nicht kaufen kann. Und je mehr Geld man hat, desto schneller kommen sie einem abhanden. Geld, Macht,  Ansehen, Sex oder Berühmtheit, das ist alles unwichtig. Einen Menschen zu haben, der einen auch ohne Worte versteht, der einem vertraut, der alles mit einem teilt, mit dem man sich verbunden fühlt, auch wenn man am anderen Ende der Welt ist, das ist wichtig. Ich hatte das alles. Es ist Jahre her. Und ich war auf der Suche, es wiederzufinden.“

Frauen

Juan starrte immer noch nach draußen, ohne Kitty anzusehen. „Es ist so einfach“, sagte er, „die Frauen bieten sich  geradezu an. Dabei haben wir nach Möglichkeit die Finger von den Fans gelassen, das gibt nur Scherereien. Aber irgendein ahnungsloses Mädchen findet sich immer, das erst die Getränke und dann das Bett mit Dir teilt, ohne zu fragen, wer Du bist.“

Traum…

Ich weiß absolut nicht, ob es etwas zu bedeuten hat, wenn man ein Kapitel schreiben will und träumt vorher vom Weltall, etwa so:

Mond in den Plejaden

Mond in den Plejaden (Photoshop)

Ich wollte es im Traum fotografieren, aber es ging nicht, weil das Bild am Himmel plötzlich weg war. Wer weiß, was das bedeutet. Ich werde es später erzählen, wenn ich dahintergekommen bin. 🙂